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1. Firnalarm für 2012!

01.03. Nockspitze mit Leintuch

In Axams lebend gehört die Nockspitze natürlich zu den Hausbergen. Doch mit Ski bin ich noch nicht allzu oft oben gewesen. Das Leintuch, der südseitige gleichmäßig geneigte Hang Richtung Stubai ist mir schon des längeren ein Anliegen...Nachdem wir uns am Mittwoch Abend etwas verquatscht haben und nicht in aller Herrgottsfrühe los starten wollten, war die Entscheidung für die Nockspitze schnell gefällt. Eine gute Entscheidung!

 

Vom Adelshof läufts sich prima hinauf zum Birgitzköpfelhaus und ehe man sich versieht, steht man bereits oben auf der Saile, nunja, die schattige Rinne hinauf war nicht gerade höchster Genuss, rutschige Spur und viele harte Knollen, aber das Leintuch lockt bereits, zumindest, was noch davon über ist, Grundlawinen und Schneemäuler haben bereits einiges vom großen Hang aufgefressen. Doch am rechten Rand im Abfahrtssinne gabs noch einen unberührten Rücken mit bestem Firn. Vom Sattel gehts dann noch weiter bergab durch eine Rinne Richtung Westen, leider schon zu weich. Dann hieß es wieder anfellen und genüsslich durch lichten Wald und Latschen hinauf zum Halsl spuren, von da an auf dem Sommerweg in mäßiger Viecherei im tiefen Sulz bergan und später zum Birgitzköpfelhaus querend. Eine ruhige Runde, weg vom Skigebietstrubel, sehr zu empfehlen.

 

02.03. Mutterberger Seespitze

Mit dem Wissen, dass die Ruderhofspitze am Vortag beste Firnverhältnisse aufgewiesen hat, sollte es für uns am heutigen Tag noch eine Spur rassiger werden. Die Mutterberger Seespitze bietet eine südseitige Steilrinne par excellence, doch die vorgefundenen Verhältnisse waren eher suboptimal, 500Hm Skitragen war angesagt und zu guter letzt erreichten wir noch nicht mal die Scharte! 5m unterhalb war kein Fortkommen mehr möglich, die Schneemauer schlichtweg unüberwindbar, selbst verzweifelte Mantleversuche im grundlosen Schnee blieben erfolglos. Die fortgeschrittene Zeit trug ihresgleichen hinzu und so entschieden wir uns um 10:30Uhr mit der Abfahrt ohne Blick über die Scharte, ohne Gipfel, zu beginnen :-( dafür gabs nach dem ersten sehr steilen Stück ein paar nette Firnhänge und das beste: keine Menschenseele bei uns am Weg, gegenüber am Daunkopf und der Ruderhof wimmelte es geradeso von Tourengehern. Wer nichts wagt, der nichts gewinnt...

 

 

03.03. Hoher Seeblaskogel

Nachdem der vorangegangene Tag uns müde Beine bescherte, sollten heute zumindest die Ski nicht mehr geschultert werden. Wo waren wir schon lange nicht mehr, wo haben wir nur kurze Anfahrt, wo gibts passable Firnhänge? Es sollte mal wieder das Sellrain werden. Das haben sich an diesem fantastischen Tag ca. 300 andere Menschen auch gedacht, der Parkplatz in Lüsens war um 6:30Uhr bereits knapp voll. Scharen zogen Richtung Fernerkogel, Längentaler, Seeblaskogel, Winnebacher,...viele kamen auch direkt vom Westfalenhaus. Welch Kontrast zum gestrigen Tag! Doch der grüne Tatzen Ferner belohnte mit feinem Firn (Abfahrt um 10:30Uhr) und im unteren schattigen Teil fanden wir überraschenderweise sogar noch Pulver! Lediglich der lange Weg hinaus war noch pickelhart, dafür liefs schnell und wir waren pünktlich um 12 Uhr zum Mittagessen wieder zu Hause:-)

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