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Schilt, Brisen, Fanenstock

Schilt

Schilt, die Zweite! Und wieder mit windbehandeltem Schnee, aber was soll's! Die Aussicht bleibt davon unberührt und ausserdem ist ein Türli mit Harry immer fein. Wenn nur die beissende Bise am Gipfel in Kombination mit den Wolken, welche just in dem Moment die Sonne verdeckten, nicht gewesen wäre...Naja, sollte wohl ein Abhärtungstraining werden.

Brisen

Eigentlich dachte ich, dass die kurvenreiche Bergstrasse ins Isenthal die Tourengänger auf ein Minimum begrenzt. Doch die Realität sieht anders aus. Zwar müssen wir am Bähnli nicht anstehen, welches uns in wenigen Minuten in die Sonne befördert, aber bereits nach kurzer Marschzeit erblicken wir die erste Menschenansammlung. Diese ist zum Glück mit Piepselsuchübungen und Mehrfachverschüttetensimulationen beschäftigt.

 

Der Schnee ist hart gepresst, südseitig von der Sonne aufgefressen. Frühlingsskitourengefühle kommen bereits auf, die Temperaturen tragen ihriges dazu bei. Wir sind zu viert und geniessen die wunderbaren Berge zu unserer Linken, wobei ein markantes Felsloch besonders unsere Blicke auf sich zieht.

 

Als wir die nächsten Tourengeher einholen wird es schlagartig frostig, ein schattiges, ausgeblasenes Tal gilt es zu bewältigen, um auf den Sattel zu gelangen, wo der Fussaufstieg auf den Brisen beginnt. Mühsam kämpfen wir uns über aalglatten Schnee und zwischen aperen Stellen hindurch, die Nordwand des Hoh Brisen ist überhaupt ausgefegt. Der Wind vom Freitag hat alle Arbeit geleistet.

 

Gegenüber in der Sonne am Glattegrat tummeln sich bereits ganze Menschenmassen und am Brisengipfel mache ich ebenfalls einen ganzen Haufen Tourengeher ausfindig. Und erst als wir die Scharte erreichen, Wahnsinn, so viele Tourengeher sind mir in der Schweiz bisher noch nicht begegnet! Und was einem da so unter kommt: Felle liegen iregndwo im Schnee, einer läuft einfach über die Schi vom anderen, ein Gerangel und Gestupse, ....ich beobachte das rege Treiben, während meine Freunde noch auf den Gipfel stapfen. Mit meiner Fussverletzung bleiben mir die letzten Gipfelmeter verwehrt. Aber eigentlich ists hier auf der Scharte sowieso amüsanter:-)

Fanenstock

Und wieder Glarner Alpen, so langsam schliesse ich sie fest in mein Herz. Irgendwie urtürmliche Gegend. Abgeschieden.

 

Die südseitige Tour bietet uns heute tatsächlich Frühjahrsverhältnisse. Die Aufstiegsspur vereist, ab und an mit komplett aperen Flecken im Wald, weiter oben Harsch und glühend heisse Temperaturen. Uns rinnt der Saft, total ungewohnt für Dezember! Mühsam trotten wir die lange Flanke hinauf, doch als Entschädigung wartet am Gipfelhang noch ein wenig Pulver bei der Abfahrt. Immerhin. Und natürlich das traumhafte Panorama, das alle Mühen immer wert ist!

 

Nur die Konditorei Müller in Näfels hat uns heute im Stich gelassen, die zwei Kuchen-Tanten haben nicht bedacht, dass in den Glarnern die Uhren anders ticken. Montag geschlossen. Schei....be.

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