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Cristallina

und P.2769 über der Cap. Cristallina CAS

Nachdem uns letzte Saison der Gipfelaufbau ab der Cap. Cristallina CAS aufgrund massiven Triebschnees und schlechter Sicht verwehrt blieb, entschieden wir uns, der schönen Cristallina mit der steilen Nordflanke einen erneuten Besuch abzustatten.

 

Der Zustieg über die Alpe di Cristallina zieht sich, doch wenn man etwas Gas gibt, lässt man das lange Tal schnell hinter sich und biegt ins nächste lange Tal hinein, das Val Torta, welches hinauf zur Cap. Cristallina CAS leitet. Der Schnee ist heute von bester Güte, die Abfahrtsfreuden machen sich schon jetzt breit. Doch zuerst geniessen wir noch etwas Sonne im flachen Anstieg durch tief verschneite Blöcke. Rechterhand entdecken wir eine gut angelegte Aufstiegsspur auf die Bassa di Folcra, von wo eine lässige Abfahrtsvariante wieder zum Ausgangspunkt zurück führt.

 

Wir liebäugeln bereits mit dieser Möglichkeit, setzen aber erstmals unseren Aufstieg, nun leider in der Abdachung der Cristallina im Schatten, fort. Ein kurzer Stopp bei der Hütte, Energiedepots auffüllen und weiter gehts mit einer kleinen Abfahrt auf Fellen um anschliessend in den dunklen Nordkessel der Cristallina einzutauchen. Steil zieht die Spur empor, der Tiefblick wird immer mächtiger. Zum Schluss gehts nur noch in Spitzkehren den letzten Hang hinauf und die allerletzten Meter zu Fuss zum fast windstillen Gipfel ohne Gipfelkreuz. 

 

Eine fantastische Aussicht, Finster- und Lauteraarhorn lachen im Nordwesten uns entgegen, der Basodino mit dem breiten Gletscher ist unschwer zu erkennen nebenan, im Nordosten blitzt der Tödi aus dem Bergemeer heraus.

 

Ich bin schon etwas erleichtert, als wir heil den kleinen See in der Fläche erreichen, wo ein letztes Mal anfellen uns den Wiederanstieg zur Hütte erleichtert. Die felsdurchsetzte Gipfelflanke der Cristallina ist bei diesen Verhältnissen schon nicht ganz ohne. Es windet doch noch und ständig wird frischer Tiebschnee gebildet, wenn auch nur wenig. Ein "mässig" im LLB sollte kein Freibrief sein...

 

Nach ausgiebiger Rast in der unbewarteten Cap. Cristallina CAS (es gibt dort Getränke und Süssigkeiten zum Kaufen, Kleingeld mitnehmen!) steigen wir in der Nachmittagssonne noch auf den höchsten Punkt hinterm Haus, der mit P.2769 in der Landeskarte gekennzeichnete Hügel. Wir geniessen für einen Augenblick die Stille dort oben, keine Menschenseele ist um diese Uhrzeit mehr unterwegs, dabei ists die schönste Zeit zum Touren. Die Kontraste werden stärker, die Farben intensiver, die Natur friedlicher.

 

Und die lange Abfahrt zum Auto? Pulver vom Feinsten...doch nach kanpp 2000Hm brennen am Schluss im engen Wald die Oberschenkel schon gewaltig, etwas mehr Harakiri, als gekonnt, aber, es hat ja niemand mehr gesehen:-)

und noch ein paar Eindrücke aus Christophs Kamera...

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