Hundsrügg

Kann eine Trailstrecke perfekter sein als die über den Hundsrügg? Wir waren mehr als begeistert! Mit Übernachtung am Camping Jaunpass entfällt sogar jegliche Kurverei um zum ausgangspunkt zu gelangen. Einfach ausschlafen, aus dem Zelt purzeln, Kaffee schlürfen mit Croissant und die Trailschuhe schnüren, los gehts.

 

Zunächst zum Warmwerden - wobei, bei den momentanen Temperaturen läuft der Körper eh schon auf Hochtouren - auf einem sanft ansteigenden Fahrweg mit steileren Abkürzungen über Wiesenhänge hinauf zum Hürli. Ab hier beginnt der Panoramatrail über feinsten Wiesenboden, immer dem Rücken entlang. Die Aussicht könnte nicht schöner sein, in der Ferne die noch schneebedeckten Berggiganten, links und rechts umgebend sanfte, grüne Hügelketten.

 

Einige Schweisstropfen müssen wir bereits geben bis zum ersten Gipfelkreuz des Hundsrügg, doch die Motivation erreicht heute ihren Höhepunkt. Dort wo der Pfad relativ eben verläuft geben wir Gas, wenn er ansteigt nehmen wir das Tempo raus. Ab und an gönnen wir uns kurze Verschnaufpausen, einen Schluck für die durstige Kehle, ein Gel, Aussicht geniessen und schon wieder stürmen wir auf den flowigen Wiesentrails entlang.

 

Fast zu schnell erreichen wir die Bergstation am Rellerligrat, Menschenmassen deuten bereits wenige 100m vorher darauf hin. Wir verlassen schnell die künstliche Bergszenerie mit Massenspektakel, denn schon wenige Meter tauchen wir wieder in traumhafte Almwiesen ein, durch die der schmale Trail hinab nach Schönried führt. Fast bis in den Talgrund reicht der Trail, nur die letzten Meter auf Asphalt zum Bahnhof schenken wir uns laufenderweise und wechseln in den Spaziergängermodus.

 

Dass die Zug- und Busverbindungen am frühen Nachmittag am Pfingstsonntag nicht optimal sind, lässt uns nach diesem erlebnisreichen Lauf schlichtweg kalt. Wir hauen uns in den Schatten eines Parkbaumes und träumen bis zu Einfahrt des Zuges nach Zweisimmen von kühlen Getränken und Gelati. Ab Zweisimmen dann umsteigen in den nächsten Zug, der bei Boltigen verlassen wird. Leider fährt der Jaunpassbus erst in 2 Stunden. Was tun?

 

Wir entscheiden uns nochmals die Füsse in die Hand zu nehmen und über den glühend heissen Asphalt in den Nachbarort zu gehen, wo die Jaunpassstrasse ihren Anfang nimmt. Stoppen ist angesagt. Bereits der erste Wagen hält an, ein Musikerpärchen räumt die Hintersitze zügig frei. Eingeklemmt zwischen Cello und sonstigen Sachen kurven wir die Passstrasse zum Ausgangspunkt hinauf. Eine wunderbare Runde geht zu Ende...

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Patricia Schanne, MSc

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