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Topoguide Kletterführer Alpen Band 3

Die Trilogie ist vollendet und wir Kletterer wurden mit einem weiteren Meisterwerk der Topoguide Autoren Nicole und Volker bereichert! 

Bereits Band1 mit vielen Alpinklassikern liess damals beim erstmaligen Durchblattln meinen Puls höher schlagen. Mit dem zweiten Band und dem Hauptaugenmerk auf Sportklettereien ergänzten sich die beiden Führerwerke recht gut. Und nun mit dem Dritten im Bunde wird die Sammlung mit zahlreichen Klettereien im Süden der Alpen komplettiert.


Wer als Kletterer den Topoguide nicht kennt, der hat etwas Fundamentales verpasst, fast schon eine Bildungslücke! Die Topos sind durchwegs gut recherchiert und mit wichtigen Details versehen, die Angaben zur Absicherung/Absicherbarkeit vorbildlich, ergänzend finden sich Infos und Notizen von markanten Gegebenheiten, die einem beim Klettern der Seillängen widerfahren können, die man sichten kann, an denen man sich orientieren kann, etc... alles sehr nützliche und hilfreiche Angaben, die in so manchem Führerwerk zu kurz kommen.


Immer wieder schön zu lesen sind die kurzen Einleitungen zu den einzelnen Routen, die die Charakteristik der zu erwartenden Kletterei meistens recht gut treffen. Natürlich ist es Geschmackssache und ob eine Tour nun 3, 4 oder 5 Sterne erhält subjektiv. Doch die Enttäuschung hielt sich bisher in Grenzen, was wohl auf eine ausgewogene Geschmacksmischung der Autoren zurückzuführen ist. Bei 1000 vorgestellten und somit auch gekletterten Routen wird ihre Erfahrung ersichtlich, die Bewertung im Gesamtkontext einordnen zu können. Auf den Topoguide ist Verlass!



Ich freue mich schon auf unzählige neue Gebiete, die bisher ein weisser Fleck auf meiner Kletterlandkarte waren, darunter die weltberühmte Verdonschlucht, aber auch unbekanntere Gebiete wie die Meeralpen und viele neue Routenvorschläge in der Dauphiné, die wir letzten Sommer und Winter zu schätzen gelernt haben als vielseitige, sonnenverwöhnte Region.


Beim Durchsehen des Führerwerks bin ich an einigen Routenvorstellungen hängengeblieben, es sind solche, die wir letztes oder vorletztes Jahr schon geklettert sind. Da zeigt sich dann schnell, was der neue Topoguide kann. Nicole und Volker nehmen kein Blatt vor den Mund und kritisieren gerne, passen Schwierigkeitsgrade an, erzählen etwas über die Sanierungsgeschichte. Und allzu oft erlebten auch wir dieselben Unannehmlichkeiten und kleinen Abenteuer, von denen sie berichten, aber auch positive Überraschungen.



Schön ist auch, dass der Band 3 einige brandneue Routen beinhaltet, wie z.B. die "Hanimoon" am Hanibalturm oder die "The Bernard's" am 1. Sellaturm. Letztere hatten wir im September entdeckt, als wir die benachbarte "Icterus" (ebenfalls jetzt im Topoguide Band 3) versuchten, deren erste Seillänge eine harte Nuss zu sein schien. Dass wir den Erstbegeher der Icterus zufällig an diesem Tag am Einstieg der ebenfalls benachbarten Tissi trafen, brachte Licht ins Dunkel um die Bewertung der "The Bernard's" und auch die Geschichte der "Icterus", welche im Topoguide erläutert wird. Da nicht immer der Zufall so will und die Erstbegeher der Route am Nachbareinstieg anzutreffen sind, finde ich es grossartig solche Informationen im Topoguide nachlesen zu können. 


Neu ist die Info zum empfohlenen Kletterniveau, eine wichtige Angabe, um solide und mit Freude eine Tour zu meistern. Es macht nämlich durchaus einen Unterschied nur eine Angabe zum obligaten Schwierigkeitsgrad zu haben oder eben die Angabe zum Kletterniveau. In Zeiten des Onsight- und Rotpunktkletterns eine essentielle Angabe...


Ich kann nur hoffen, dass die beiden Autoren sich noch nicht zur Ruhe setzen und bereits Ideen für einen vierten Band haben. Die Spielwiese Alpen ist unersättlich und in einem Leben nicht zu bewältigen, daher schätze ich es umso mehr einen guten Führer in die Hand nehmen zu können, darin zu schmökern und zu träumen um letzten Endes die Perlen herauspicken zu dürfen. Danke Nicole und Volker für eure unermüdliche Arbeit!!!



















 










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