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Wandern in Bosco Gurin und Sportklettern in Brontallo

Mit 2 Autos stellen wir uns am Freitag Nachmittag mal wieder am Gotthard an. Doch die Vorfreude auf ein wunderbares Wochenende nimmt uns rasch den Ärger, wir steuern das Vallemaggia im Tessin an, wo Sonnenschein gemeldet ist. Das 2014 neu renovierte Rustico für 5 Personen befindet sich in Cerentino, auf dem Weg ins idyllisch gelegene Bosco Gurin. Irgendwie beschleicht uns das Gefühl, am A...der Welt zu sein, unzählige Kehren sind es bis hierauf und eine halbe Ewigkeit von Ponte Brolla. Doch diesmal stehen nicht die Klettereien am Anfang des Vallemaggia auf dem Programm, wir möchten weiter hinten im Tal die Region erkunden.


Brontallo:

Die Wahl fällt dann doch auf den besten Klettergarten der Region: El Cat/Brontallo, den ich zwar schon recht abgegrast habe. Doch die Schönheit der Routen lassen noch unzählige Wiederholungen zu. Ausserdem bin ich froh, überhaupt mal wieder in die engen Kletterpatschen hineinsteigen zu dürfen und mit Chalk zu kleckern. Meine Verletzung am Sprunggelenk zieht sich gewaltig hin, 5 Monate Kletterpause habe ich hinter mir. Umso schöner sind die ersten Bewegungen am perfekten Gneis in den gut strukturierten Wandklettereien von Brontallo. Nach den ersten zwei noch etwas sich zäh anfühlenden Routen kommt schnell das alte Klettergefühl zurück, wenn auch mit merklich weniger Saft in Fingern und Schultern. 3 -2 -1, dann muss ich spätestens den Griff wechseln, mir machts die Finger auf. Doch bei der guten Absicherung darf gerne ans Limit geklettert werden, auch wenn dieses momentan um einiges nach unten bei mir versetzt liegt. Aber geht es letztendlich nicht darum, alles zu geben, sich zu überwinden, daran zu glauben und schliesslich in letzter Sekunde den Umlenker zu klippen um mit einem Lächeln und mit dicken Armen sanft nach unten zu schweben? Niveau hin oder her.


Bosco Gurin:

Harry und ich beschliessen kurzfristig den strahlend sonnigen Muttertagssonntag bei einer Wanderung im Bosco Gurin zu verbringen. Unsere Freunde werden daweil ebenfalls dort oben unterwegs sein, aber mit Sack und Pack und Klettermaterialien.

Vom Ort leitet zugleich eine kleine Strasse rechterhand zum Start der südseitig orientierten und somit bereits schneefreien Wanderung. Grüne kurz geschorene Wiesen machen den Auftakt, dann folgt lichter Lärchenwald, der mit seinen vielen Nadeln auf dem Boden einen super feinen Untergrund zum Wandern bietet. Nach einem kurzen steileren Stück erreichen wir schliesslich die Baumgrenze, der Höhenweg beginnt. In Gedanken versunken erschrecke ich, als eine Schlange sich beim Sonnenbaden ertappt fühlt und mich anfaucht. Sonst begegnen wir an diesem traumhaften Tag keiner Menschenseele dort oben. Dabei sind die Temperaturen bereits so warm, dass wir in kurzen Hosen losgezogen sind. Leider fängt nach gut 2 Stunden mein Fuss wieder schmerzen an, umdrehen ist angesagt.


Maggia:

Bei Ponte Brolla bildet die Maggia eine tiefe Schlucht, die wunderschön zum Anschauen ist. Etwas weiter flussaufwärts gibt es immer wieder nette Badestellen, grosse ausgewaschene Blöcke, die als Sonnenliege beste Dienste leisten. Es ist Nachmittag, immer mehr Kletterer strömen hierher, das erfrischende Nass der Maggia lockt, die Kletterhose wird kurzerhand zur Badehose umfunktioniert. 


Dass zum krönenden Abschluss dieses schönen Wochenendes eine Pizza nicht fehlen darf, versteht sich von selbst. In der Pizzeria Bellariva beim Camping in Gordevio warten die besten Rucola-Pizzas auf uns sechs hungrigen Mäuler!





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