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Eisklettern Gletscherfälle Safiental

Der trockene Herbst und Frühwinter kommt mit 2 Seiten der Medaille daher: apere Zustiege und vernachlässigbare Lawinengefahr bescheren dem Eiskletterer ungeahnte Möglichkeiten, vorausgesetzt, es konnte sich Eis bilden ob der Trockenheit. Die hinteren Fälle im Safiental rund um den Gletscherbach bilden zum Beispiel so ein Spielplatz für den Frühwinter. Gemässigte Schwierigkeiten und Kletterlänge, eine gute Auswahl, unkomplizierter Zustieg und fantastisches Ambiente inmitten einer sagenhaften Arena.

 

Mit dem Turrahuus als Nächtigungsmöglichkeit nutzten wir spontan über die Sylvestertage das beständige Hochdruckwetter um in unsere ersten Eisklettermeter der Saison zu starten. Als Einstieg für Jedermann bietet sich der linke Abstiegsfall an. Wir rannten mit einem Juchzen im hellblauen Softeis am gestreckten Seil in einem Rutsch hinauf, so macht das Einklettern Freude, wenn die Eisgeräte vom Eis nur so absorbiert werden!

 

Rechtes und linkes Couloir bieten schöne Eiskletterei, wobei das rechte Couloir momentan etwas anspruchsvoller ist, da der erste Aufschwung doch länger und steiler ist, als er von unten wirkt. Überhaupt sind die Klettermeter an dem Fällen mehr als es von unten beim Zustieg den Anschein verbreitet, viele Varianten bieten sich an und wenn es an einem Fall einmal staut, schaut man nebenan ums Eck und wird mit etwas Glück einen unbesetzten Fall vorfinden.

 

Über die Feiertage war schon etwas los, aber mehr als 5-7 Seilschaften haben wir dann doch nicht angetroffen und für diese ist die Spielwiese gross genug. Anscheinend ist den Eiskletterern die Fahrt ins Safiental zu langwierig und abenteuerlich, denn so gute Frühwinterverhältnisse hätten wir nicht erwartet. Klar, das Eis war grossteils spröde, aber auch immer wieder mit vielen genussvollen Softeismetern bestückt.

 

Der grosse, breite, rechte Fall bietet momentan im linken Teil eine gemässigte Softeisspur, im mittleren Teil spröde Längen, die etwas Zeit brauchen, aber immer gut gestuft sind und kleine Podeste zum Wadlausschütteln aufweisen. Teilweise wird das Eis recht dünn, diese Passagen können aber immer leicht umgangen werden, so dass durchwegs in kompaktem Eis geklettert werden kann.

 

Wer also vor dem kommenden Schneefall noch Zeit und Lust auf Eis hat, dem seien die Gletscherfälle wärmstens empfohlen. Genussklettern in wunderbarer Szenerie, einmalig schön!

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Patricia Neuhauser

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