Sportklettern Kalymnos

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Hintisberg Sigrif/Sibiarde und Primavera

Es gibt Tage, da hat man Glück im Unglück. Dabei begann alles so friedlich...

Eine Nebelmeerstimmung wie aus dem Bilderbuch mit dem Dreigestirn im Hintergrund, perfekte Temperaturen, Windstille und Ruhe. Wir kommen kaum dem Objekt der Begierde näher, zu schön die Landschaft im Rücken, als wir endlich die Nebeldecke durchbrechen. Atemberaubend schön.

 

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Cheselenfluh - Flaschengeist

Alpines Sportklettern am Monte Brento des Melchtals: die imposante Ostwand der Cheselenfluh


Der Zustieg ist schweisstreibend, nicht zuletzt, da er ab dem Klettergarten Stöckalp weglos in steilem Schotter und Grashängen hinaufzieht. Doch die Schweisstropfen sind es wert, dort oben wartet im rechten, gemässigteren Teil der fast schon bigwallartigen Wand eine super Sportkletterei in bestem Fels. 5 Seillängen, die furios mit einem ansteigenden Quergang ziemlich pumpig beginnen. Der Fels ist mega rauh, die Reibung ein Hit. Doch die unzähligen cheselenfluhtypischen "Henkel/Aufleger-Blocker" plätten enorm und ich bin froh, als ich den soliden Kettenstand erreiche. Eigentlich ist es immer das gleiche Spiel: blocken - Schultermove (teilweise mantleartig) - Henkel/guter Aufleger/gute Leiste - rasten und das Spiel beginnt von vorne. Die Wand hängt sicher 5m über auf der ersten Seillänge, athletische, technisch einfache Kletterei, Ausdauer ist gefragt. 


Die zweite Länge ist dann gleich die schönste. Wandkletterei an Leisten und Kanten mit Pieckseln und ultra Reibung. Genial, wie sich alles auflöst. Dabei immer mit bester Absicherung, 16 Express!


Nun wechselt der Charakter, balancy moves an Brokkolifels, das Gespür für den Körperschwerpunkt wird abgefragt, kraftlos lässt es sich höher steigen, bevor ein alpiner Ausstieg die letzten 5m zum 3. Standplatz "versüsst". Das Ambiente in der Wand ist gewaltig, die Dimension der Ostwand spürbar. Immer wieder schweifen meine Blicke am Standplatz in die riessige, mit Dächern und Überhängen gespickte Wandflucht und ich frage mich, warum es hier nicht mehr Sportklettermehrseillängen gibt?!?


Die Schwierigkeiten nehmen nach oben hin ab, zumindest laut Topo. Doch auch die 4. Seillänge ist ganz und gar nicht banal. Zuerst etwas querend an die Kante, dann gerade hinauf im immer noch steilen Fels an Leisten und Schlitzen. Eine gewisse Exposition wird spürbar, aber der Fokus ist nach vorne gerichtet, die beste Lösung suchend für die Kombination an Leistchen und Känntchen, die sich in die Haut bohren.


Noch immer im onsight-Modus, nur nichts mehr verschenken, die letzte Länge steht an. Deutlich leichter nach oben hinaus, aber auch die Absicherung wird teilweise etwas weiter und der Fels unabgekletterter bzw. mit einer Schicht überzogen. Zum Glück folgt Henkel auf Henkel, wenn auch der Start nochmals tricky ist.


In 3x abseilen (mit 2x60m) erreichen wir problemlos in kurzer Zeit den wohltuenden Boden. Beim Abseilen wird die Steilheit der Wand voll ausgekostet, etwas pendeln wird verlangt.


Fazit: Tolle Tour in bestem Fels und imposanter Wand bei super Absicherung. Und ehrlich gesagt, mir haben die 5 Längen völlig ausgereicht...

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Bockmattli, Echo der Zeit

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Sulzfluh Abraxas

Immer wieder faszinierend die Kletterei im Rätikon in den weissen Wänden, welche sich so klar über den lieblich grünen Wiesen gegen den stahlblauen Himmel abzeichnen. Kompakt, plattig, andersartig und vorallem obligatorisch. Hoher Anspruch an das Balancegefühl und trickreiche Moves werden verlangt. Ich höre mich immer wieder rufen "cooles Gleichgewichtsboulderproblem, unglaublich dieser Aufsteher, wie sich das auflöst, fantastisch!"


Die Abraxas ist eine der leichteren Touren über wunderbaren, rätikontypischen Fels, wobei lediglich zwei Seillängen mit 6a und 6a+ Probleme bereiten könnten. Die Schlüsselstellen sind klassisch plattig, ein Reibungsproblem und natürlich über dem Bohrhaken zu klettern. Nicht weit darüber, nein, aber eben doch obligatorisch. In den leichteren Längen stecken gerade ausreichend Bohrhakl in weiteren Abständen, in den schwierigeren findet sich alle 3-4m eines. Keile und Camalots können zu Hause bleiben, wenn man sie bräuchte, kann man nichts legen und da wo die Abstände gross sind, hat man kaum das Bedürfnis nach zusätzlicher Absicherung.


Elegant und leichtfüssig, so könnte es ausschauen dort oben. Wegen Ungewohntheit und mangelndem Kletterkönnen im Reibungsklettern sieht es dann eher nach geschrubbe und gewurschtle aus. Unbelastetes Ansteigen auf Reibung? Ach, nehmen wir doch lieber den Tritt ganz weit rechts aussen, so richtig schön fern ab des Körperschwerpunktes, damit die Gewichtsverlagerung auch garantiert nicht kraftlos geschehen kann. Hau ruck, die winzige Rauhigkeit herpaniert und mit dem Sohlengummi schwarze Striche auf dem blendend weissen Kalk zeichnen...wer erkennt sich wieder?


Wunderbares Herbsttagl mit Lili in totaler Ruhe und Friedlichkeit. Doch die Klettertage hoch oben sind gezählt, die frische Bise kombiniert mit dem zirkulierenden und unberechenbaren Nebel trüben die Kletterfreuden. Da wirds schlagartig zapfig, wenn die milden Sonnenstrahlen eingedämmt werden.

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Cheselenfluh, Sektor Meteorit

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Dolomiten Kletterurlaub und Arco

Die Dolomiten. Ein Traum aus Stein. Eine unvergleichliche Zusammensetzung aus grau-gelben Farbtönen der markanten Türme und Wände aus Dolomitgestein mit dem lieblichen Grün der Wiesen, dazu blauer Himmel und harmlose Quellwolken, die ab und an einen Schatten auf die weite Landschaft der kargen Karstplateaus werfen. Nach gelungener Klettertour dort oben zufrieden aussteigen, in der Sonne sitzen mit dem ewig weiten Blick vor Augen, das I-Tüpfelchen einer jeden Dolomitentour.

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gross Furkahorn SE-Grat

Genussklettern mit Noldi

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Niedermann an der Grauen Wand

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Epp-Verschneidung 

Seewenhorn 2. Westgratturm Südwand

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Genussklettern am Pfriendler 

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Hanibalturm und Pfriendler

Mit meiner Freundin Johanna aus Studienzeiten on Tour, nur wir zwei, das gabs schon lange nicht mehr. Spontan setzen wir die Segel und brechen noch am späten Donnerstag Abend Richtung Furka auf. Auch wenn Gewitter prognostiziert sind, doch am heissesten Tag seit der Hitzewelle hält man es eh nur im Badi, verschanzt in der abgedunkelten Wohnung oder eben hoch oben am Furka aus. Mit kurzen Hosen und Shirt und lediglich der Mehrseillängenkletterausrüstung im Gepäck tanzen wir genüsslich am Hanibalturm herum.


Die Fam Gni, sowie die Conquest of Paradise bieten fantastisch griffige Kletterei bei super Absicherung und einem Panorama, das unbeschreiblich ist. Doch schon bald wird es düster rund um den Hanibalturm, obgleich die Sonne noch scheint, tropft es bereits aus den dunklen Wolkenfetzen. Wir klettern trotzdem weiter, denn wir wissen um die kurze Abseilfahrt am Hanibalturm und ausserdem verdampft der schwache Regen auf dem warmen Fels. Erst als es zu krachen anfängt, und am Furka donnerts gewaltigst, weil der Donner rund um die Granitwände irgendwie zusätzlich schallt, setzen wir zur Abseilfahrt kurz unter dem Gipfel an.


Pudelnass, aber mit einem zufriedenen Lächeln, hechten wir zum Buss am Furkapass zurück. Powernapping ist angesagt, bevor wir nach deutlicher Abkühlung (zum ersten Mal seit Wochen zieh ich eine Jacke an!!!) über den Grimsel Richtung Susten aufbrechen. Wir wollen morgen kein zweites Mal nass werden und beschliessen daher am Pfriendler zu Klettern, einem netten Ausweichziel hoch oben am Steingletscher in gutem Gneis.


Am Grimsel scheint bereits die Sonne wieder, wir stellen uns in eine der zahlreichen Ausweichen und breiten unser durchnässtes Equipment zum Trocknen aus, die Portion Pasta weckt unsere Lebensgeister und wir studieren die schönen Linien über die aalglatten Grimselplatten, bevor wir nach einem verdienten Bier in Innertkirchen hinauf zum Sustenpass fahren um unser Nachtquartier zu beziehen.


Die Prognosen für den kommenden Tag sind mittelprächtig, ein gewisses Risiko auf die zweite Einwässerung besteht. Wir starten daher zeitig (nunja, die Sonne und das Motorradgebrumme weckt uns gleichermassen früh) zum Pfriendler, der in 45min über einen mit Steinmännern markierten Pfad schweissgebadet erreicht wird. Plaisir sei Dank verkoffer ich mich bereits in der ersten Seillänge, anstatt der Neuen Südwand zittere ich mich im ungewohnten Gneis in der Promenade hinauf. Doch bereits in der 2. Seillänge freunde ich mich mit dem schuppigen Gneis an, es läuft wieder. 5 schöne Seillängen führen uns zum Wandbuch, wo die Abseilfahrt beginnt.


Nachdem es zwar mittlerweile recht wolkig geworden ist und der ein oder andere Nebel uns umgibt, beschliessen wir trotzdem noch 2 Seillängen zu Klettern. Die steile und recht anhaltende SE-Kante bereitet uns einen kleinen Pump in den Armen, bevor mit einmaligem Abseilen der solide Boden wieder erreicht ist. Mittlerweile scheint zwar wieder die Sonne, doch es ist an der Zeit nach Hause zu unseren Männern aufzubrechen. Ein paar Blicke zurück zum Pfriendler, ein Blick nach vorne über den phänomenalen Sustengletscher und wir wissen: to be continued!

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Wendenhorn SE-Grat

Ein Tag ohne Gewitter = ein Tag ohne Zeitdruck. Einfach relaxed die Bergwelt geniessen, ohne Hast und Eile, aber doch stetig und flüssig voranschreiten, die Symbiose aus Seilschaft, Route und Landschaft walten lassen. So mag ich Bergtouren, so ein Tag war heute.


Um die 9 Uhr schultern wir Sack und Pack am Sustenbrüggli und steigen grösstenteils weglos hinauf zum ständig sichtbaren Wendenhorn SE-Grat, dessen Einstieg, mit einem BH markiert, etwas rechts des tiefsten Punktes ist. Wir folgen netten Seillängen in meist griffigem Gneis, immer der Nase in logischer Routenführung, einem Art Riss, der von unten bis oben den Vorbau durchzieht, hinterher. Das Gelände wird leichter, dann erheben sich kleine Aufschwünge, doch im Prinzip immer der Kante entlang als grobe Orientierung und meistens findet sich auch ein BH, wenn man mal wieder gerade nicht mit dem Gesicht direkt davor steht.


Wir verkürzen unser 60m Strick und steigen oft gleichzeitig auf, steilere oder unübersichtlichere Passagen sichern wir vom Standplatz aus. Auch wenn Susanne und ich heute zum ersten Mal eine Seilschaft bilden, wir klettern zusammen, als wären wir schon seit Jahren ein eingespieltes Team. Da kommt Kletterfluss auf, das macht Freude! Im oberen Drittel schliessen wir auf eine weitere Frauenseilschaft auf, die Hausfrauen am Berg unter sich;-)


Ein gut gesicherter steiler und homogener Aufschwung folgt, kleine und grössere Schuppen als Griffe lassen das Kletterherz höher schlagen, schade, dass der Spass so kurz ist. Danach wird der Grat blockiger und markanter bis ein letzter steiler Aufschwung, der mit guten Griffen aufwartet, das Ende einleitet und auf den geräumigen Gipfel des Wendenhorns hinüberführt.


Freier Blick auf die markante Titlis Südwand gegenüber, Gross Spannort lugt unverkennbar im Nordosten hervor, das Sustenhorn im Süden und ja ich könnte noch hundert andere Gipfel benennen, die Rundumsicht ist echt grossartig. Der Blick auf die Uhr überrascht uns, es ist erst halb Zwei, als wir uns an den Abstieg machen. Die Frauenseilschaft vor uns steht noch beim ersten Abseilstand, wir müssen höllischst auf die vielen losen Steine aufpassen, Steinschlag ist beim Abstieg durch die brüchig-schuttige Flanke fast unvermeidbar, erst ab der Mitte (ein grosser Steinmann) verläuft der Weg mehr querend abfallend, so dass eventuelle Kaliber mit Abstand vorbeirauschen würden.


Lustig ist dann noch das Hinabrutschen mit den Trailrunningschuhen über den doch recht steilen Gletscher. Susanne schafft sogar ein paar Kurzschwünge, ich versuche mich eher an den "Big turns". Mit viel Gelächter und nassen Schuhen erreichen wir in kürzester Zeit wieder die Einstiegshöhe und steuern gleich weiter Richtung Auto am Sustenbrüggli. Das weglose, echt steile, überwachsene Moränen- und Gletscherschliff Gelände fordert dann doch nochmals seinen Tribut, die Konzentration ist halt schon beim Baden im Urnersee, wir landen mehrmals auf dem Po.


Doch spätestens das kühle Bad im Urnersee wirkt revitalisierend, dazu ein Eiskaffee, eine erfrischende Molke und ein Urner Chäs mit Semmel zum Z'vieri, mmmhh, und wir träumen schon von den nächsten Touren....





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Gross Bielenhorn, Niedermann-Anderrüthi

Die Urner Niedermann-Touren...erstklassiger Fels ist garantiert und eine klassische Linienführung inklusive. Verschneidungen, Risse, Piazen, Stemmen, das volle Programm wird abgefragt, dabei greift die Hand grösstenteils an verschwenderisch griffigen Fels, die Füsse haften auf den rauhen Granitkörnern wie mit Uhukleber befestigt. Ein Traum jeden Kletterers, dazu die tolle hochalpine Landschaft. Klettern am Furka ist und bleibt jedes Jahr ein Highlight der Saison, definitiv. Zumal die Chancen auf stahlblauen Himmel und warme Temperaturen dort oben rar sind. Kurzum: ein perfektes Tagl mit Lilian, das noch lange ein Smiley ins Gesicht zaubern wird!

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Autoroute blanche, Barberine - Gietroz

Talnahe Mehrseillängen stehen bei uns immer hoch im Kurs. Besonders am Anfang der Klettersaison. Die Autoroute Blanche hält jedenfalls all das bereit, was wir uns an diesem Wochenende wünschen: eine professionelle Absicherung, kompakter Fels, easy Zu- und Abstieg und doch ein paar fordernde Kletterstellen, die einfach Spass machen. Der Gneis ist wunderbar geputzt, bis auf die ersten moosig-feuchten 10m, nicht abschrecken lassen, danach kommt Platten- und Käntchenkletterei vom Feinsten. Mal links mal rechts vom Bohrhaken, Ansprüche an Kreativität und Balancegefühl, wenn man nicht das Pulver für die steilere 6c-Länge vergeuden möchte. Hier und da den Fuss anders platziert und schwupps, die Sequenz löst sich perfekt auf. Echt genial, da kommt Freude auf! Die Querung nach der dritten Seillänge im Gras stört nicht wirklich und bei uns bot sie gerade zur rechten Zeit Schutz vor einem Mini-Schauer. Die Art der Kletterei ändert schlagartig in der vierten Seillänge, kräftige Moves im steilen Gelände, der Fels erinnert mich an die Ewigen Jagdgründe im Zillertal. Doch dann ist wieder entspanntes Tänzeln angesagt, die Route legt sich zurück, freudvolle letzte Meter, bevor der Fussabstieg durch die Schlucht den Blick frei gibt auf Routen härteren Kalibers....

Finale Ligure über Pfingsten

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Topoguide Kletterführer Alpen Band 3

Die Trilogie ist vollendet und wir Kletterer wurden mit einem weiteren Meisterwerk der Topoguide Autoren Nicole und Volker bereichert! 

Bereits Band1 mit vielen Alpinklassikern liess damals beim erstmaligen Durchblattln meinen Puls höher schlagen. Mit dem zweiten Band und dem Hauptaugenmerk auf Sportklettereien ergänzten sich die beiden Führerwerke recht gut. Und nun mit dem Dritten im Bunde wird die Sammlung mit zahlreichen Klettereien im Süden der Alpen komplettiert.


Wer als Kletterer den Topoguide nicht kennt, der hat etwas Fundamentales verpasst, fast schon eine Bildungslücke! Die Topos sind durchwegs gut recherchiert und mit wichtigen Details versehen, die Angaben zur Absicherung/Absicherbarkeit vorbildlich, ergänzend finden sich Infos und Notizen von markanten Gegebenheiten, die einem beim Klettern der Seillängen widerfahren können, die man sichten kann, an denen man sich orientieren kann, etc... alles sehr nützliche und hilfreiche Angaben, die in so manchem Führerwerk zu kurz kommen.


Immer wieder schön zu lesen sind die kurzen Einleitungen zu den einzelnen Routen, die die Charakteristik der zu erwartenden Kletterei meistens recht gut treffen. Natürlich ist es Geschmackssache und ob eine Tour nun 3, 4 oder 5 Sterne erhält subjektiv. Doch die Enttäuschung hielt sich bisher in Grenzen, was wohl auf eine ausgewogene Geschmacksmischung der Autoren zurückzuführen ist. Bei 1000 vorgestellten und somit auch gekletterten Routen wird ihre Erfahrung ersichtlich, die Bewertung im Gesamtkontext einordnen zu können. Auf den Topoguide ist Verlass!



Ich freue mich schon auf unzählige neue Gebiete, die bisher ein weisser Fleck auf meiner Kletterlandkarte waren, darunter die weltberühmte Verdonschlucht, aber auch unbekanntere Gebiete wie die Meeralpen und viele neue Routenvorschläge in der Dauphiné, die wir letzten Sommer und Winter zu schätzen gelernt haben als vielseitige, sonnenverwöhnte Region.


Beim Durchsehen des Führerwerks bin ich an einigen Routenvorstellungen hängengeblieben, es sind solche, die wir letztes oder vorletztes Jahr schon geklettert sind. Da zeigt sich dann schnell, was der neue Topoguide kann. Nicole und Volker nehmen kein Blatt vor den Mund und kritisieren gerne, passen Schwierigkeitsgrade an, erzählen etwas über die Sanierungsgeschichte. Und allzu oft erlebten auch wir dieselben Unannehmlichkeiten und kleinen Abenteuer, von denen sie berichten, aber auch positive Überraschungen.



Schön ist auch, dass der Band 3 einige brandneue Routen beinhaltet, wie z.B. die "Hanimoon" am Hanibalturm oder die "The Bernard's" am 1. Sellaturm. Letztere hatten wir im September entdeckt, als wir die benachbarte "Icterus" (ebenfalls jetzt im Topoguide Band 3) versuchten, deren erste Seillänge eine harte Nuss zu sein schien. Dass wir den Erstbegeher der Icterus zufällig an diesem Tag am Einstieg der ebenfalls benachbarten Tissi trafen, brachte Licht ins Dunkel um die Bewertung der "The Bernard's" und auch die Geschichte der "Icterus", welche im Topoguide erläutert wird. Da nicht immer der Zufall so will und die Erstbegeher der Route am Nachbareinstieg anzutreffen sind, finde ich es grossartig solche Informationen im Topoguide nachlesen zu können. 


Neu ist die Info zum empfohlenen Kletterniveau, eine wichtige Angabe, um solide und mit Freude eine Tour zu meistern. Es macht nämlich durchaus einen Unterschied nur eine Angabe zum obligaten Schwierigkeitsgrad zu haben oder eben die Angabe zum Kletterniveau. In Zeiten des Onsight- und Rotpunktkletterns eine essentielle Angabe...


Ich kann nur hoffen, dass die beiden Autoren sich noch nicht zur Ruhe setzen und bereits Ideen für einen vierten Band haben. Die Spielwiese Alpen ist unersättlich und in einem Leben nicht zu bewältigen, daher schätze ich es umso mehr einen guten Führer in die Hand nehmen zu können, darin zu schmökern und zu träumen um letzten Endes die Perlen herauspicken zu dürfen. Danke Nicole und Volker für eure unermüdliche Arbeit!!!



















 










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Patricia Schanne, MSc

Wanderleiterin SBV

Sportwissenschaftlerin

 

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