Trailrun Gnipen / Wildspitz

Ich glaube, ich bin im Trailparadies angekommen. Wer hätte das gedacht, dass in nur 20min. Autofahrt von Affoltern entfernt, perfekte Laufreviere warten. Da jagt ein Wurzeltrail den nächsten, kupierte Wiesenlandschaften wechseln mit schattenspendenden Waldpassagen, Kammwanderwege offerieren Weitsicht bis ins Berner Oberland zu Finsteraarhorn, Schreckhorn, Eiger, Mönch und Jungfrau. Freiheit pur.

 

Da geht's über felsige Stufen, kieselige Wegpassagen, laubbedeckter federnder Boden, schlammige Wiesen, rutschige Stolper-Wurzeln, ...einfach geil!

 

Konzentration, Adrenalin beim Downhill. Ein Schritt jagt den nächsten. Vorausplanen, Gleichgewicht halten, reagieren, entscheiden, am besten alles gleichzeitig.

 

Muskeln und Gelenke laufen auf Hochtouren, das Herzkreislaufsystem am Anschlag. Einschnaufen der vom tiefstehenden Sonnenlicht leicht erwärmten klaren Luft. Sie durchströmt die Lungen, die Blutbahn und schließlich entfacht sie das Feuer in der brennenden Beinmuskulatur. Immer tiefer und kräftiger wird der Atemzug, einsaugen, aufsaugen, der Rhythmus machts.

 

Und dann stehe ich am Aussichtsgipfel des Gnipen, ein Gipfelkreuz über dem Nebelmeer mit fast 360Grad Rundumblick bei lediglich 1567 Metern Höhe. Fantastischer gehts nimmer. Gegenüber Rigi Kulm, wo sich vorgestern die Menschenscharen tummelten und hier oben? Eingefleischte Wandersleut genießen den ganz besonderen Tag, rüstige Rentner studieren die umliegenden Berggipfel. Der Gesang eines Chores Wandersleut dringt bis zu mir von der Wildspitz hinüber. Viele Genießer sind auf dem Weg. Und ich mitten drin, angekommen im Traumland der Trails.

 

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Salzkammergutmarathon

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neue Trailrunden Tirol

Noch wurde dem Winter der Einzug in die Tiroler Bergwelt verwehrt. Zwar ist der ein oder andere Gipfel, besonders nordseitig, bereits in ein weißes Kleid gehüllt, doch wir Trailrunner finden noch genügend Spielwiese im vom Frost in allen gelb-rot-Tönen verfärbten Bergwald, den rötlich-lila farbenen Flanken der umliegenden Gipfel und den im Herbst einsamen Steigen hinauf zu Schutzhütten.

 

Runde 1: Nockspitze

HM: 1500Hm im Aufstieg, 1000Hm im Abstieg (Mitfahrgelegenheit!)

Zeitbedarf: ca. 3-4h, Weglänge: ca. 18,7km

Schon lange wollte ich meinen Hausberg, die Nockspitze, von der Haustüre aus in Angriff nehmen. Die Sonne weckte mich freundlich am Morgen, als sie einen langen Sonnenstrahl durchs Fenster genau in mein Antlitz schienen ließ. Die perfekte Stunde war gekommen...

 

Eckpunkte: Freizeitzentrum Axams - Liftstüberl - Götzner Alm - Mutterer Alm - Birgitzköpfelhaus - Pfriemesköpfl - Nockspitze - Abstieg Richtung Halsl - Birgitzköpflhaus - Birgitzer Alm - Kurve Straße in Axamer Lizum - Mitfahrgelegenheit:-)

 

Anspruch: großteils Forststraßen, ab Birgitzköpflhaus alpiner Anstieg und Abstieg, der Trittsicherheit erfordert!

 

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Karwendellauf, Muttereralm Berglauf, Innsbrucker Nightrun

So langsam finde ich Geschmack am Laufen...

 

Beim Karwendelmarsch am 25.08. erlebte ich neue Laufdimensionen: bei 7h 50min Laufzeit, (52km, 2300Hm) davon 6h im Regen wurde meine physische, psychische Verfassung und die des Materials gehörig auf die Probe gestellt. Doch da gerade erst vom Bergsteigen aus der Schweiz zurückgekommen, war mein Körper sowieso auf Fettstoffwechsel, Langzeitbelastung und eine gewisse Portion Schmerztoleranz eingestellt. Bergauf lief es bestens, doch bergab? Auf meine Stecken gestützt humpelte ich mehr schlecht als recht die Höhenmeter hinab. Daher ergab sich ständig die kuriose Situation, dass mich Leute bergab überholten, welche ich dann bergauf wieder stehen ließ. Im Endeffekt sind wir dann fast zeitgleich zum Ziel die letzten Meter in Pertisau gespurtet...

 

Ein nächstes Ziel musste her. Ein Berglauf, kürzere Distanz, so richtig was zum Beißen. Hochpulsiges Schnaufen bis zum Umfallen, nur bergauf. So gar nicht meine Distanz, aber ich wollte es eben wissen. Der Muttereralm Berglauf am 16.09. bot sich hierzu perfekt an. 780Hm bei 7,2km Wegstrecke mit angenehmer Steigung und feiner Aussicht. Dazu strahlender Sonnenschein und eine kleine Berglaufgemeinde, einige bekannte Gesichter von den vergangenen Läufen begegneten mir. Ein kurzer Ratsch, der Startschuss und der Puls schwappt schon in den dunkelroten Bereich. Nach 59Minuten sprinte ich über die Ziellinie, wahnsinn! Unter 1h, das hätte ich nicht für möglich gehalten. Was so ein Wettkampf-Klima alles bewirken kann...Sogar den 3. Platz konnte ich einheimsen bei den W30 (aber auch nur, weil recht wenige Läuferinnen in dieser Kategorie an den Start gingen:-)

 

Eine Woche später, die nächste Challenge. Der 1. Innsbrucker Nightrun bot einen Bewerb mit 10,5km Länge. Also nochmals spritziger, als der Berglauf. ich war gespannt, was in dieser Disziplin für mich möglich ist. Ein flottes Tempo gleich vom Start weg, die Masse an Läufern trägt. Schließlich, noch vor der 1. Labestation, Percusion-Geräusche. Das rhythmische Trommeln beflügelt. Ich laufe zur Höchstform auf, verfalle in einen monotonen Schritt, die Atmung passend auf Trommeln und Schrittlänge abgestimmt. Die Zeit bleibt stehen, ich spüre eine Gänsehaut, laufe wie in Trance, leicht, unbeschwert, beschwingt und beflügelt in einen Tunnel hinein, welchen das grelle Scheinwerferlicht der entgegenkommenden Autos vom Straßenverkehr produziert. Einfach nur genial dieses Gefühl, ich möchte nur noch Laufen und nie wieder Stehenbleiben...

Nach 50 Minuten erreiche ich auch diesmal mit einem gehörigen Schlussspurt das Ziel. Genial, wieder habe ich mich selbst übertroffen.

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Trailrunning Gaistal, Ganghofersteig

Ich kenne das Gaistal vom Winter her, ein immer schattiges Langlaufrevier mit Schneegarantie. Südseitig oberhalb, also rechterhand, sind mir auch die Südwände des Wettersteins als Kletterrevier bestens bekannt. Sogar eine Winterbewanderung hat das Gaistal von mir schon erfahren. Nur Laufen war ich noch nicht. Warum bin ich eigentlich nicht schon früher darauf gekommen?

 

Viele Varianten bieten sich dem Läufer an, von ebenen Forststraßen bis hin zu wurzeligen Steigen oder sogar schweißtreibenden Bergetappen mit anschließendem steinigem Höhenweg. Das Gaistal offeriert für jeden Geschmack und jedes Trainingsziel die richtige Runde.

 

Ich startete heute im Weiler Kirchplatzl, kostenlose Parkmöglichkeiten! Und schlug den Weg "unterer Wiesenweg" ein. Eine gute Beschilderung weist dem Läufer die ersten gemütlichen Einlaufmeter. Irgendwann ist er untere Wiesenweg, welcher wirklich seinem Namen alle Ehre macht, beendet, die nächste Beschilderung führt hinauf zur Wangalm/Wettersteinhütte. Nun gibts bereits einige Höhenmeter zu überwinden, allerdings wendete ich mich bereits bei der erst besten Möglichkeit vom Anstieg zur Wettersteinhütte/Wangalm ab und lief hinunter zum Parkplatz Stupfer. Hier beginnt nun das Gaistal.

 

Ein Stück der Fahrstraße entlang, dann aber beginnt die Prachtlaufstrecke auf geschottertem Wanderweg. Zunächst einige steile Kehren überwindend, dann in leichtem Auf und Ab, die meiste Zeit aber eben mit viel Aussicht auf die Nordseite der Hohen Munde und südseitig hinauf ins Wetterstein, wo die steilen Kalkwände über den saftig grünen Weidewiesen trohnen. Der Ganghofersteig hat begonnen, jetzt im August tummeln sich viele Urlauber auf den einfachen Wanderwegen, viele Italiener sind unterwegs.

 

Ich lasse die Hämmermoosalm rechts liegen und flitze weiter zur Gaistalalm. Auf allen Almen gibt es eine Fließendwasserstelle, sehr praktisch bei diesen Temperaturen! Auch diese überrenne ich, rechts wäre nun der Weiterweg zur Rotmoosalm möglich und von dieser weiter zur Wettersteinhütte auf hübschem Höhenweg. Ich belasse für heute allerdings meine Berglaufambitionen und galoppiere schräg rechts über die Wiese weiter zur Tilfusalm. Meinem Umkehrpunkt.

 

Von hier aus gibts wiederum sämtliche Verlängerungsmöglichkeiten, weiter zur Ehrwalderalm, Rotmoosalm, oder einfach auf bereits bekannter Strecke zurück zur Gaistalalm. Dieser Abschnitt ist zwar nur kurz, aber sehr nett zu laufen: Wurzelwerk, Wiese, schattenspendende Bäume, ein Bach,...

 

Da ich für heute genug habe, wähle ich ab der Gaistalam den kommoden "Fahrstraßen-Trail". Direkt am Bach entlang bringt er mich kraftsparend zurück zur Abzweigung am Eingang des offiziellen Gaistal-Wanderreviers. Doch diesmal nehme ich nicht die Mautstraße, sondern entscheide mich für den Weg am rechten Ufer, welcher vorbei am Parkplatz Stupfer und dem Mauthäusl mich ebenfalls mühelos aus dem Gaistal befördert.

 

Mühelos ist vielleicht etwas übertrieben, die Knie fangen allmählich an, ein Wörtchen mitzureden...Wenige Meter auf Asphalt geht es dahin, dann entdecke ich die mir bekannte "unterer Wiesenweg" Beschilderung. Feine Wiesenwege bringen mich angenehm zum Auslaufen zu meinem Parkplatz zurück.

 

FACTS:

Zeit: Runde ca. 2h 15min

Weglänge: ca.19km

Höhenmeter: ca. 430Hm

Wegbeschaffenheit: meistens Forst- und Wiesenwege, also Wald-und Wiesenschuh wählen!

 

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Run and Hike: Tourengebiet Potsdamer Hütte

Tipp 1:

Mit dem Auto hinauf bis zum Parkplatz beim Gasthaus Bergheim in der Fotsch. Von da an auf dem Fahrweg in nur leichter Steigung hinauf zur Potsdamer Hütte (ca. 45min), sehr angenehm zum Eingewöhnen. Der Weiterweg führt von Stein zu Stein auf einem Steig recht eben weiter ins Tal hinein. Eine kleine Brücke leitet auf die andere Talseite, wo der Aufstieg beginnt. Stärkere Läufer schaffen sicher noch weitere Höhenmeter über die sich aufsteilende Wiese zur Wildkopfscharte hinauf. Wer es gemütlicher angehen mag, für den beginnt ab der Brücke der Wanderschritt. Gut 600Hm sind zu bewältigen, zum Schluss hin recht steil in Serpentinen aufs Joch.

 

Ein kurzer Abstecher (zusätzliche 100Hm) auf den Wildkopf lohnt ungemein, führt der Steig doch interessant am oder knapp unter dem Kamm entlang mit herrlicher Aussicht. Wenn doch nur die Nebelschwarten nicht so zirkulieren würden...

 

Ich habe den gleichen Rückweg gewählt, da die Wolken jegliche Fernsicht heut mir verweigerten. Wollte das trockene Intermezzo des Wettergottes, nachdem es am Vormittag heftig regnete, nicht auf die Probe stellen. Das Grau über mir nahm schon wieder beachtliche Gestalt an...

 

Auf der Potsdamer Hütte noch schnell eine Suppe genossen und ein paar Sonnenstrahlen eingefangen, bevor die Fahrstraße mich in 30min. wieder zum Ausgangspunkt beförderte.

 

 

Wegdaten: ca. 17km, ca. 1200Hm

Anmerkungen: Auf Fahrstraße bis Potsdamer Hütte und weiter bis zur Brücke im Tal wirklich angenehm zu Laufen, auch für Amateurbergläufer wie mich! Danach brauchs schon härtere Wadln, aber fein zum schneller Wandern. Im Abstieg sind nur die paar Serpentinen vom Joch hinunter unangenehm, danach relativ gelenkschonender Abstieg möglich.

 

Wenig Leute unterwegs, lediglich bis zur Hütte ein paar Hüttenwanderer. Dafür Murmelixe, Schafe, Kühe, eine Kröte und ein Rauhfußhändl mit seinen Kleinen!

 

 

 

 

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Trailrunningparadies Kühtai

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Trailrunning Knappenweg im Kühtai

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Patricia Schanne, MSc

Wanderleiterin SBV

Sportwissenschaftlerin

 

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