herbstliches Salbit

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Ritzlihorn aus dem Urbachtal

Schattig frisch empfängt uns um halb zehn am Morgen das hintere Ürbachtal. Ein ruhiger, beeindruckender Platz mit den hellgrau, grellen Kalkbastionen der Engelhörner, die die westliche Seite des Talgrundes hoch umrahmen. Wir sind spät dran für einen so hohen Berg wie das Ritzlihorn, doch die stabile Wetterlage mahnt eben nicht zur Eile und mit Noldi habe ich einen Bergpartner dabei, der so wie ich auch nicht zur Frühfraktion gehört. In Mürvorsess starten wir also vom Parkplatz los, schnellen Schrittes über die Forststrasse, die ein paar wenige Abkürzer bereithält. 

 

Immer wieder öffnet der Wald die Sicht und man erhascht einen Blick auf die umgebende, steile, mit vielen Rinnen durchzogene Landschaft. Bereits hier wird klar, es werden noch viele Höhenmeter bis zum Gipfel sein...Der rot-weisse Bergwanderweg leitet uns in gut 2h zum Mattenalpsee, wo wir unsere Anstiegslinie durch die unübersichtliche Westflanke des Ritzlihorns im Detail begutachten und einprägen können. Mit der Anstiegsskizze vom hikr-Portal im Kopf fällt die Routenplanung nicht so schwer.

 

Bei Matten, bei einem Bächlein leiten gute Trittspuren der Schafe im Zickzack (rechts-links-Schlaufe) über die erste Stufe. Im Endeffekt muss man die Erlenansammlungen meiden und auf die erikabewachsenen Buckel setzen, wo ein leichteres Fortkommen möglich ist. Ich denke hier gibt es auch 2 Möglichkeiten: Die erste, nicht vollzogene, wäre sich linkshaltend über anfangs Trittspuren in den lila Erika auf einem Buckel immer höher zu steigen, man ist dann zwar viel weiter links der "normalen Anstiegsroute", dafür in geraderer Linie bis unter das Felsband, welches weit rechts in einem Bogen umgangen wird. Wir aber halten uns an die gewöhnliche Aufstiegsroute vom Mattenalpsee und zielen immer rechts haltend auf die Bockweng zu, wo wir auf ca.2400m auf die mit Steinmännern markierte Route vom Gaulisee (Hängebrücke) treffen. 

 

Ab hier erleichtern die Steinmänner die optimale Wegsuche, wer genau schaut, findet auch immer Trittspuren von Vorgängern im Geröll. Letztes Wasserauffüllen , bevor wir in die Querung ansetzen, welche auf einem breiten bandartigen Abschnitt oberhalb des Felsriegels erfolgt. Der letzte Steinmann steht am Beginn des breiten Couloirs, welches direkt durch die Westflanke knapp unterhalb des Ritzlihornsgipfelkreuz endet und den Berggeher die Möglichkeit eröffnet, diese breite, brüchig-schuttige Flanke zu durchsteigen. Entweder hält man sich im Couloir oder rechts oder links davon im Aufstiegssinne. Das Gelände ist durchgängig steil, mit viel Schutt bedeckt, Steinschlag bei mehreren Leuten garantiert. Von alleine rollt aber wohl eher selten ein Steinchen herab, wir haben den ganzen Aufstieg über nichts bemerkt oder gehört. Alles in allem ein mühsames Unterfangen. Nicht schwierig, aber kräftezehrend, lang und naja, etwas monoton.

 

Entschädigend wirkt das beeindruckende Panorama auf den ganzen Gaulikessel, aber natürlich auch der Tiefblick hinunter nach Guttanen, sobald man den Gipfel erreicht hat. Wer einen stabilen Tag erwischt, wird auch das Glück haben, dass der Gipfel mal nicht wie üblich in Wolken gehüllt ist. Hier bildet sich oft als erstes eine gemeine Wolke...

 

Für den Abstieg ist volle Konzentration von Nöten, das Couloir ist ungemein eklig im Anstieg. Mit den Trailrunningschuhen frisst sich zwar der Gummi in den Fels gut haftend hinein, doch die losen Steinchen und die Schuttauflage setzt sich in dieser Steilheit beim Betreten dann doch gerne in Bewegung. Obacht also, was nach 2500Hm leichter gesagt als getan ist.

 

Ab dem ersten Steinmann fällt zugleich ein Stein vom Herzen, irgendwie erleichtert der Steinmann, wenn auch das Gelände nach wie vor weglos mühsam bleibt. Wir wählen kurz vor der Bockweng den Abstieg über das obere Band zum Gaulisee hinunter, der durchgängig mit Steinmännern markiert ist. Ein enormer Umweg, landschaftlich aber sehr reizvoll und zur fortgeschrittenen Stunde wollen wir auch nichts mehr anbrennen lassen bzgl. Routensuche etc...Ab der Hängebrücke trifft man dann auf markierten Weg zur Gaulihütte (zunächst weiss-gelb). Es geht stets auf und ab zwischen Gletscherschliff. 

 

Erst beim Gaulisee selbst splittet sich der Weg und wird rot-weiss. Wir nehmen den, der durch das von Gletscherschliff eingekesselte schmale Tal hinab zum Mattalpsee führt. Ein Wiederaufstieg zur Gaulihütte kommt für heute nicht mehr in Frage. Immerhin zeigt die Uhr bereits 18:00Uhr an und mahnt zur Beeilung, wollen wir nicht in die Dunkelheit geraten.

 

Über traumhafte Trails, immer auf einem Rücken entlang, zwischen tosendem Gletscherwasser schlängelt sich ein schöner Pfad zum Mattenalpsee und den bereits von weitem hörbaren Schafgeblöke hinab. Herrlich, es einfach laufen zu lassen und auch erquickend und belebend nach 9 Stunden auf den Beinen. Ab dem Mattenalpsee auf bekannter Wanderroute zurück. Der kleine Gegenanstieg sei hier noch erwähnt, eigentlich nicht der Rede wert, aber nach über 2600Hm machen sich auch diese 50Hm fies bemerkbar...

 

#longdayoutside mit Noldi! 

 

 

 

 

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Druesberg Südkante und Überschreitung Sihltalkette Teil1

Druesberg Südkante

Als Informationsquelle für die Tourenplanung bietet sich dieser detaillierte Bericht an: http://www.hikr.org/tour/post45738.html

 

Wer Grasberge liebt, der ist hier richtig in den Schwyzer Voralpen. Natürlich findet sich auch genügend Fels zwischen der lieblich grünen Landschaft, doch so richtig zum Klettern taugt kaum eine Wand. Vielmehr erschliessen sich für den Liebhaber von T5/T6 Gelände klasse Touren mit Klettereinlagen. So auch die Druesberg Südseite und die hier beschriebene Südkante. Ein mächtiger, gebänderter Riegel hoch über der Pragelpassstrasse aus dem Muotathal. Stundenlang könnte man die Strukturen und Formationen studieren.

 

Unweit vom Parkplatz auf Höhe Fruttli erreicht man über Almgelände den Einstieg in die Druesberg Südseite. Eine ausgewaschene, felsige Runse leitet in anregender Kletterei durch die ersten 100m, bevor Steilgras auf einen Sattel rechterhand führt (hier auch ein Büchlein zum Eintragen, an Baum). Der nun folgende Aufstieg könnte glatt als Nordwandtraining für die Wadln durchgehen. Die steile Grasflanke erinnert mich von der Technik her tatsächlich ans Nordwandstapfen. Frontzackentechnik, nur heute ohne Steigeisen und Pickel. Dafür greifen die Hände fest ins Gras und umschliessen, was da kommt, die Wadenmuskulatur auf Anschlag gespannt. Schliesslich erreich man den nächsten Sattel und der Blick und Weiterweg bis zum Gipfel wird frei. Ich bleibe bei allen Aufschwüngen mehr oder weniger auf der Schneide, überklettere die Felsbarrieren und erreiche schliesslich den breiten Gipfelkamm, wo der blau-weisse Normalweg entlanggeht.

 

In Summe also mehr Steilgrasklettern als Felsklettern. Aber sehr eindrücklich in dieser grandiosen Landschaft aus unzähligen Einschnitten, Abbrüchen, Steilgrasflanken und Co. Die Felskletterpassagen wurden mit neuen Bolts ausgestattet, am letzten Felsriegel glänzt eine neue Kette entgegen. Über Sinn und Unsinn lässt sich bekanntlich ja streiten. Ich stehe diesem Zubolten in Abenteuerterrain ja sehr skeptisch gegenüber...

Sihltalumrahmung Teil1

Vom Druesberggipfel lässt sich der Weiterweg super überblicken. Zunächst steige ich über den markierten Steig bis ins Chalberalpeli ab, um kurz weglos und dann wieder auf gutem Pfad zur Twäriberglücke zu gelangen. Von dort fürhrt ein Weglein bis hinauf zu den Chläbdächern Wintergipfel.

 

Im Winter bereits ein landschaftlich toller Platz, verzaubert mich dieser Punkt jetzt im Sommer fast noch mehr. Die Bänderung der Druesbergseite mit dem markanten Bug vom Druesberg in Kombination schaut schon besonders kontrastreich aus. Und auf der anderen Seite das hintere Sihltal mit seinen unzähligen Murenbahnen, die sich in den Talgrund schlängeln. Wahrlich traumhaft.

 

Bis nach dem Höch Hund ist das folgende Gelände eher felslastig. Oftmals schaut es so aus, als ob ein unüberwindbarer Abbruch folgt. Doch dann entpuppt sich das Gelände als gutmütig und mit wenigen gutgriffigen Zügen steht man wieder unterhalb des Aufschwungs. Trittspuren zeigen, dass die Überschreitung wohl recht häufig unternommen wird. Und je näher man dann zum Saaspass gelangt, desto breiter wird der Trampelpfad in der Wiese. Ich war recht überrascht, dass tatsächlich mehr oder weniger durchgängig ein Trampelpfad vorhanden ist. 

 

Ein Panoramahöhenweg für trittsichere und schwindelfreie Berggänger, die Kletterpassagen halten sich in Grenzen und sind nur kurz. Ist mehr so ein Hinabstämmen über treppenförmige Trümmer. Die Aussicht phänomenal, ob hinüber zum Klöntalersee, das Karstgelände rund um die Silberen oder zurück über die bereits zurückgelegte Strecke. Oftmals glaubt man kaum, dass die Abschnitte so leicht zu bewältigen waren...

 

Mit 4 Gipfeln im Sack lohnt es sich auf dem Lauiberg nochmals länger zu verweilen. Der Blick hinunter zum Sihlseeli ist wunderschön. Der Abstieg vom Saaspass ist eher beschwerlich und ebenso der Rückweg zum Pragelpass. Der Wanderweg führt durch sumpfiges Gelände, welches zu allem Übel auch noch von den Kühen zertrampelt und mit reichlich Kuhscheisse verziiert ist. Nicht gerade ein Wanderstraum...

Dafür gibt es endlich wieder Wasser, was bis unterhalb des Saaspass (ca.1750m) zum Problem werden könnte an heissen Tagen, wenn man zu wenig Flüssigkeit mitgenommen hat.

 

Ab dem Pragelpass läuft es sich dann unspektakulär über eine breite Forststrasse zurück zum Fruttli. Dafür entschädigt die zerklüftete Landschaft vom Mieserenstock bis zum Druesberg. Ich musste einige Male stehen bleiben und staunen...

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Urlaubswoche Saas-Almagell

Gletschertrail Mattmark

Vom Mattmarkstausee führt der markierte Steig zunächst am Seeufer entlang, um kurz darauf auf einem Karrenweg in leichter Steigung zur Schwarzbergalp zu führen. Ab hier ändert sich der Untergrund, ein klassischer Wanderweg schlängelt sich zum Schwarzbergkopf hinauf, von wo das prächtige Panorama auf den blanken und mit unzähligen Querspalten durchzogenen Allalingletscher frei wird.

 

Immer gut markiert mit blauen Stangen und in den Geröllpassagen mit weiss-blau-weissen Farbtupfern sucht sich der Gletschertrail über den flachsten Abschnitt des Gletschers einen gut gangbaren Weg. Das Eis ist griffig, kleine Rinnsale plätschern munter zwischen den Eisformationen entlang.

 

Die Britanniahütte im Blick zieht sich der Weg dann aber doch mehr als gedacht. Das teilweise unwegsame Blockgelände vermindert das Gehtempo und erfordert immer wieder viel Balance auf den wackligen Steinen. Strahlhorn, Allalinhorn, Rimpfischhorn. Ganz in der Nähe dieser 4000er und doch noch ein gutes Stück entfernt, ein wunderbarer und abwechslungsreicher Panoramatrail.

 

Ab der Britanniahütte ändert sich die Frequentierung des Weges schlagartig. Massen strömen in Scharen hinauf zur Hütte, vom Felskinn oder Plattje kommend. Ein begehrtes Ziel die Britanniahütte, bietet sie doch wunderschönes Panorama und stellt einen guten Ausgangspunkt für leichte 4000er-Sammler dar.

 

Kleine Schneefelder unterhalb der Hütte abrutschend, dann über eine steile Moräne und schliesslich auf einem tollen Höhenweg hinüber zur Bergstation Plattje. Heute haben wir viel gesehen, unterschiedlichstes Terrain unter den Sohlen gehabt und die Saaser 4000er in ihrer ganzen Pracht aus nächster Nähe beobachten dürfen. Eine Wandertour mit Empfehlung!

Höhenweg Furggstalden-Kreuzboden

DER Panoramaweg im Saaser Tal. Bequem mit den Seilbahnen auf die schönste Wanderhöhe chauffieren lassen und einfach nur geniessen. Ich weiss nicht, wie oft ich stehen bleiben musste um das Panorama der Mischabelkette einfangen zu können. Ein Paradeweg. Aussichtsreich, gut angelegt und mit der Almagelleralp wartet sogar auf halber Strecke eine Einkehrmöglichkeit in wunderschöner Umgebung.

Route Panorama am Jegihorn

Plaisirklettern am Jegihorn. Die Route Panorama kommt zwar ohne Topo daher, ist allerdings angeschrieben am Felsen und in etwa in dergleichen Schwierigkeit anzusiedeln wie die beiden benachbarten Routen Alpendurst und S-Grat. Sehr gute Absicherung und der feste griffige Gneis lassen keine Schweissausbrüche zu, sondern zaubern ein Lächeln ins Gesicht! Genuss auf ganzer Spur.

 

Wir haben diesmal den Zustieg via Abstieg von Hohsaas gewählt um den strahlend sonnigen Morgen in der Höhe geniessen zu können. Die Aussicht auf die Mischabelkette ist fantastisch, der Zustieg in etwa zeitlich ähnlich, wenn auch die Distanz um einiges länger ist von Hohsaas aus.

Oberaletschgebiet

Eine für uns bisher völlig unbekannte Region stellt das Aletschgebiet dar. Keine Ahnung, warum wir dieses Juwel bisher verschmäht haben? Ich würde ja fast behaupten, dass der Hüttenzustieg zur Oberaletschhütte von Belalp aus fast der schönste Anstieg ist, den ich kenne?!? Es zieht sich zwar, 10,5km Wegstrecke müssen bis zur Hütte zurückgelegt werden, in Summe also Halbmarathondistanz, wenn auf gleicher Route die Bergstation Belalp erreicht werden will. Aber dieser Halbmarathon ist wirklich jeden Meter wert!

 

Traurig mickrig fällt der Blick zunächst auf die Überbleibsel des Aletschgletschers, sobald man um die Ecke biegt bei der Kapelle beim Hotel Belalp. Der Gletscher hat an unvorstellbar viel an Mächtigkeit und Länge eingebüsst. Und trotzdem ein schöner Anblick mit der S-Form und dem Grün der schroffen Hänge drumherum. So dann schweift der Blick mehr nach Westen und bleibt an den kecken Formationen der Fusshörner hängen. Ein Paradies für Kletterer.

 

Nächstes Highlight die Schlucht des Oberaletschgletschers, welche mittels Abstieg/Aufstieg und einer Hängebrücke gequert wird. Mächtige Wassermassen stürmen hier zu Tal, imposant der tiefe Einschnitt und der Blick hinter über den Oberaletschgletscher.

 

Danach geht es steil bergan, auf der Moräne und unterhalb der Fusshörner, bevor der Steig zu einem Höhenweg bis zur Oberaletschhütte wird. Im ständigen leichten bergauf/bergab zieht der extrem gut angelegte Panoramawanderweg durch die komplette steile Flanke oberhalb des Gletschers, welcher nur noch aus Schutt besteht. Ein Gletscherbach hat sich in der Mitte dieses grossen Schuttfeldes gebildet, welcher in Kurven gelegt den Gletscher halbiert. Granitwände im hinteren Talkessel kommen nach und nach hervor, das markante Nesthorn nimmt einen festen Platz auf der "oho"-Skala ein. Und irgendwann erreicht man tatsächlich das Ende, die kleine Oberaletschhütte, die hoch über den Gletscherärmen in einer einmaligen Lage thront. Das Aletschhorn im Norden, unbeschreiblich mächtige Granitberge gegenüber und natürlich dominiert dieses fantastische Nesthorn mit seiner Eishaube und den zackigen Graten. Eine Gletscherlandschaft wie aus dem Bilderbuch...zum Verweilen, Träumen und Ideen schmieden...

Spielboden Murmeli

Murmeltiere sind neben Steinböcken meine Lieblingstiere. Pelzig süss und doch geschickt im unwegsamen Bergterrain. Leider sind sie unheimlich scheu und meistens hört man nur ihre Pfiffe. Doch am Spielboden in Saas-Fee kann man die Murmeli hautnah erleben. Für 1CHF bekommt man direkt an der Seilbahnbergstation ein Säckchen mit Erdnüssen und Karotten zum Füttern.

 

Die beste Zeit ist der Vormittag, wenn noch nicht so viele Wanderer und Familien die Murmeli aufgesucht haben. Dann haben sie noch Hunger und freuen sich über die mitgebrachten Leckereien. Manche Tiere sind ganz und gar nicht scheu, andere schon eher. Aber mit etwas Geduld lockt man fast jedes Murmeli zu sich, die Tiere fressen aus der Hand und manche lassen sich sogar gerne streicheln.

 

Stundenlang könnte ich hier verweilen und den putzigen Tierchen zuschauen und sie beobachten...

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Bristen Südgrat

Der Bristen. Ein Berg wie aus dem Bilderbuch. Ein Kegel, freistehend und mit satten 2550m von Amsteg wahrlich ein Konditionsbolzen. Über den NW- sowie den NO-Grat (Normalweg) bin ich diesem Koloss bereits aufs Haupt gestiegen. Diesmal sollte es der einsame S-Grat sein, über den bisher noch recht wenig Information im Internet zu finden ist.

 

Wir starten in der Frische des Morgens um 6:15Uhr unten an der Strasse Bushaltestelle Gurtnellen/Fellital. Im Gepäck nur das Nötigste an Kletterausrüstung (ein 30m 6,9er Strick und 3 Bandschlingen sowie ein paar Karabiner und den Ultraleichtgurt), schliesslich wollen allein bis zur Pörtlilücke 1800Hm bewältigt werden. Die spärlichen Informationen zum Südgrat verheissen Kletterei bis III+ und teils brüchiger Fels, wobei das Chluserwändli die Schlüsselstelle darstellen soll. Auf einem Foto schaut dieses "Wändli" vielmehr einer Wand gleich, steil und brüchig. Wo soll da ein 3+ hindurch zu finden sein? Nunja, wir wollen der Sache auf den Grund gehen...

 

Zunächst müssen ein paar Meter auf der wenig einladenen Strasse zurückgelegt werden, allerdings gibts später dann eine steile Abkürzung nach Felliberg im Wald. Danach steigt der Wanderweg nur wenig an ins Fellital, feucht und kühl, immer mit dem Rauschen des nahen Fellibaches im Ohr, bis schliesslich nach einem weiteren Aufschwung die Treschhütte erreicht ist. Ab hier öffnet sich das Tal und ein weiter Talgrund mit Almbetrieb zeigt sich dem Wanderer. Wir zweigen kurz darauf links ab Richtung Pörtlilücke. Die Botanik hat auf diesem steilen Anstieg das Zepter übernommen, wie im Urwald kämpfen wir uns auf dem zugewucherten Steiglein nach oben. Der Tau auf den Blätterrn hat unsere Schuhe bereits nass durchtränkt, klebrig picken Pollen und Insekten auf unserer Haut. Wir sind froh, als wir endlich diesem Alpin-Dschungel entrinnen und die ersten wärmenden Sonnenstrahlen auf hinter Pörtlistäfeli im Gesicht spüren. Pause ist angesagt.

 

Dort oben im Pörtli wartet nämlich eine kleine Oase, ein munter plätscherndes Bächlein umringt von Urgesteinsbrocken und Almrosen. Im Westen eröffnen sich dem Betrachter vergletscherte Urner Berge, es ist windstill, friedlich und einfach ein Platz zum Wohlfühlen und die Seele baumeln lassen. Die restlichen 500Hm zur Pörtlilücke sind rasch bewältigt, die Blicke werden immer wieder auf die tollen Felsen am Ruchen gezogen. 

 

Weglos, aber einfach steigen wir nordwärts über Blöcke hinauf, westlich vom P2816 erreichen wir schliesslich den Grat, von wo der gesamte Bristen Südgrat ersichtlich wird. Wow, da liegt ja noch ganz schön was vor uns und das Chluserwändli...beeindruckend und furchteinflössend steil...

 

Um auf den Südgrat zu gelangen müssen zunächst die vorgelagerten Aufschwünge un der Zwächten passiert werden. Diese sind leider allesamt sehr brüchig, morscher Fels, zerborstet und zersplittert. In der Tat alles andere als Genuss. Wir tasten uns vorsichtig weiter, umgehen einige Zacken und Aufschwünge in den Flanken bis wir schliesslich die Chluserlücke erreichen. Puhh, ein ziemlicher Akt bis hierher, nicht schwierig zum Klettern, maximal bis II, aber einfach unangenehm brüchig. Und dann steht da dieses Chluserwändli vor uns. Eine Wand, mein Auge sucht nach kletterbaren Linien, doch alle Linien schauen schwerer aus, wie für unser mitgeführtes Material vorgesehen. Umdrehen? Keine Option.

 

Je näher wir der Wand kommen, desto mehr entpuppen sich kletterbare Strukturen dem Fels und als wir direkt davor stehen finde ich tatsächlich eine Lösung, die einen Versuch wert ist. Wir schlüpfen also rasch in unser Klettergestell und packen das Seil aus. Ein Normalhaken befindet sich genau vor unserer Nase, den einzigsten, den ich im Wändli gefunden habe. Mittels einer Traverse von 20m gelange ich zu einer nach rechts ansteigenden, kurzen Verschneidung (vielleicht10m) mit losen Schuppen, über die wir hinaufklettern und uns rechtshaltend über eine zweite Verschneidung in leichteres Gelände retten. Gesichert an Köpfeln, die echt Mangelware sind in Anbetracht des wenig zuverlässigen Gesteins, klettern wir gemeinsam weiter am gestreckten Seil, bis wir den höchsten Punkt des Wändli erreichen und das Seil wieder verstauen können. Der eigentliche Südgrat des Bristen ist endlich erreicht. Was ein Zustieg! Die Schwierigkeit auf unserer gewählten Linie durchs Chluserwändli beträgt vermutlich in der Tat nicht mehr als 3+, allerdings ist das Gestein durchwegs unzuverlässig und solide Sicherungspunkte so gut wie nicht auffindbar. 

 

Der Weiterweg am Bristen Südgrat entpuppt sich dann als Genuss-Scrambler, mehr oder weniger immer der Gratkante entlang liegen schöne Blöcke, nette Kletterstellen und guter Fels. So macht das Spass. Von einem Türmchen zum nächsten, der vermeintliche Gipfel entpuppt sich abermals als Vorgipfel, aber das Balancieren und Turnen an dem farbenfrohen Gestein macht Freude und wir kommen gut voran. Lediglich die letzten Meter zum Bristen Gipfel mit Steinmann sind dann nochmals von der übelsten Gesteinsqualität, aber nach dem Chluserwändli und dem ganzen gekraxle davor stellt auch dieser Übergang uns nicht mehr vor eine grosse Herausforderung...

 

Wow, der Blick hinunter auf die Autobahn und den Vierwaldstätter See sind atemberaubend. Da sind wir hergekommen? Cool! Es ist 1Uhr mittags, Wolkenfetzen umwabern immer wieder die Ostseite des Bristen, ein schönes Schauspiel.

 

Den Normalweg hinunter zum Bristenseeli finden wir recht gut, Steinmännli und gute Trittspuren und Abnutzungen auf den Felsbrocken erleichtern die Orientierung. Dass die Bristenhütte bewartet ist und mit einem kühlen Citro oder einem gespritzten Apfelsaft aufwartet wertet unsere Überschreitung nochmals deutlich auf. Durst löschen und dabei nach oben zurück schauen, toll!

 

Die Direttissima hinab nach Amsteg fordert schliesslich noch Knie und Oberschenkel mächtig heraus. 2700Hm im Abstieg wollen auch in Turnschuhen erst mal bewältigt werden...wie gut, dass die Bäckerei in Amsteg feine Glacé und eisgekühlte Getränke bereithält und das Warten auf die Busfahrt versüsst...

 

Danke Andrea für deine Begleitung, ein grandioser Bergtag, den man als Gesamtpaket betrachten muss. Wer nur auf lässige Kletterei aus ist, wird am Bristen nicht fündig werden...

 

 

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Heimatbesuch Tirol

Heimatgefühle. 

Es sind nicht nur die vertrauten Landschaften und Erlebnisse, die ich mit den Bergspitzen rund um Innsbruck assoziiere. Nein, es sind viel mehr noch die Menschen, mit denen ich fast ein Drittel Lebenszeit gemeinsam bestritten habe, die dieses wohlige Gefühl in mir ausbreiten lassen. Das Heimatgefühl.

 

Danke!

 

Gehrenspitze aus der Leutasch

St. Quirin - Kögele

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Guppengrat Vrenelisgärtli

Schon sehr sehr lange schwirrt diese Anstiegsmöglichkeit via Guppengrat auf das knapp die 3000er Marke verpassende Vrenelisgärtli in meinem Kopf herum. Doch die Glarner Alpen, obwohl nicht weit entfernt, liegen dann doch meistens nicht in meinem Aktionsradius, zu unrecht. Denn sie versprühen trotz imDurchschnitt eher geringerer Höhe einen ganz eigenen Charme. Gebänderte Berge, die nordseitig steile und abweisende Wände zu Tal richten, dazwischen mit grünen und lieblich blühenden Wiesen einen Farbkontrast hervorrufen. Die Schroffheit der mächtigen Erhebungen wird noch durch das Flach- und Hügelland im Norden verstärkt, steht man oben am Vrenelisgärtli schaut man unweigerlich staunend auf die Züriebene hinab.

 

Wenn man alleine loszieht in die Berge und die vielbegangenen Normalwege verlässt, gehört immer eine gewisse Portion Mut und Antrieb dazu. Mal mehr, mal weniger, je nach Tagesziel. Der Guppengrat gehört von seinen technischen Schwierigkeiten laut Papier eher zu den anspruchsvolleren Zielen, ein T6-Anstieg. Doch in Wirklichkeit entpuppt er sich als vielbegangener "Wanderweg", Wegspuren sind durchgängig leicht zu erkennen. Die Rasentritte durch die Blumenwiesen zwischen den Kalkschrofen sind gut und gross ausgeprägt, im felsigen Abschnitt weisen eine Vielzahl von Steinmännern den Weg. Und selbst der obere Teil, der eigentliche Guppengrat nach dem Chanzele, ist dann weniger steil und leichter als er auf den ersten Blick erscheinen mag.

 

Doch es bleibt weiterhin anzumerken, dass der Guppengrat wegen der leichteren Wegfindung nicht unterschätzt werden darf. Es gäbe genügend Stellen an denen ein falscher Tritt u.U. das Ende bedeuten würde!

 

Um 9Uhr an einem spätsommerlichen Prachtstag starte ich also in mein kleines Abenteuer. Tau liegt auf der Wiese, die Sonnenstrahlen spenden willkommene Wärme auf der Haut in den noch recht frischen Temperaturen. Stetig, aber nicht hastig, steige ich zur Guppenalp auf, von wo das Panorama so langsam zu wachsen beginnt. Das schroffe und steile Gelände des Vrenelisgärtli zu Füssen. Ich begegne keiner Menschenseele, Ruhe und Stille begleiten mich. Meine Sinne sind geschärft, beschränken sich aufs Wesentliche, die Wahrnehmung der Natur um mich herum: Das Surren der Bienen und Fliegen in den reichlich und farbenprächtig bestückten Blumenwiesen, das periphere Sehen scannt die Umgebung unbewusst nach Trittspuren, so dass ich nie anhalten muss. Ich spüre den angenehm schwachen Wind auf meiner Haut, wie er leichte Kühlung durch die Schweisstropfen erreicht. Ich fühle den Untergrund, fühle den satten Halt der Trailschuhe im steilen Gras, taste die grobe Körnung des wechselnden Gesteins, mal klassischer Hochgebirgskalk, mal eine Mischung, die sich wie Sandstein anfühlt und schöne Ablagerungen aufweist. In diesem Moment, während den 3 Stunden des Anstiegs, habe ich keine Gedanken. Ich lebe in diesem Moment, vergessen das Alltägliche und Weltliche, nur die bezaubernde Natur erfüllt mich mit Glückseeligkeit, aber auch einer gewissen Angespanntheit und Fokussiertheit, die erst nachlässt. als ich das Gipfelkreuz abklatsche.

 

Ich sitze allein am so oft übervölkerten Vrenelisgärtli, unbeschreiblich, ein perfekter Tag umgibt mich, mit klarer Sicht und angenehmen Temperaturen. Ich muss noch nicht mal mein verschwitztes Shirt umziehen, ich bleibe einfach nur sitzen und geniesse. Auftanken für die Seele, auftanken für den Abstieg, der noch um einiges mehr an Konzentration und Aufmerksamkeit verlangt.

 

 

Infos zur Tour

Wegbeschreibung

 

Von Schwändi (mit ÖV erreichbar, im Zentrum hat es kostenlose Parkplätze) auf bezeichnetem Weg zur Guppenalp. Von dort über den Steig weiter bis zum Heuberg, wo man den Steig kurz vor einem grossen Block in nördliche Richtung verlässt. Steinmänner und Wegspuren, sowie eine weisse Markierung sind ab da ersichtlich. Wenn du keine Wegspuren mehr findest, bist du falsch! Über die schrofigen Blumenwiesen hinauf ins linke Ende des Geröllfeldes und recht steil über Schrofen hinauf auf den Kamm, der im Prinzip immer Wegspuren im Verlauf aufweist. Mal kurze Kraxlstellen, mal Geröll, mal Rasentritte, bis man unterhalb des markanten Turmes in die grosse Rinne links davon gelangt. Dort bei Skistockmarkierung nach links den Spuren folgen über die sehr steilen Grasschrofenhänge hinauf, bis man zum Schluss an eine weisse, 3m grosse Kalkplatte gelangt, die einfach mittels Reibung und 2 Rissen überstiegen wird (III-). Im weiteren Verlauf den Steinmännern folgend, bis zum grossen karstartigen Plateau, von wo das Chänzeli und der bereits stark abgeschmolzene Gletscher auftaucht. Über ein Schneefeld zur Rinne nördlich des Chanzle, an geeigneter Stelle über die Randkluft (heikel) und in dieser in brüchigem Gelände in leichter Kletterei (heikel) hinauf, bis schliesslich Trittspuren hinausleiten. Der Guppengrat in voller Grösse steilt sich nun vor einem auf. Der Fels ist grösstenteils recht fest und griffig, mehr als der II Schwierigkeitsgrad wird nie erreicht. Erst zum Schluss wirds recht bröselig, dafür aber flacher.

 

Abstieg über den Schwandergrat (Normalweg) zum Klöntalersee oder wieder auf der Anstiegsroute hinab.

 

2200Hm, 15km (hin-und retour)

 

ich habe 3h für den Anstieg und 21/2 für den Abstieg gebraucht (inkl. Pausen und Wegfindung). Die Crux war heute die Randkluft und die anschliessende brüchig-erdige Rinne. Dafür waren keine Steigeisen und Pickel nötig. Alles in Trailrunningschuhen mit super Profil.

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Höhenwanderung beim Col du Lautaret

Direkt beim Parkplatz unterhalb des Col du Lautaret startet ein fast ebener, ausgetretener Trail, "Sentier des Crevasses" in der Karte bezeichnet. Anfänglich lockt der Blick auf die Gletscherberge, der dann zusehends das Bild der Wanderung bestimmt. Immer wieder muss man stehen bleiben und die bezaubernde Umgebung mit dem Auge abstreifen. Eine wilde Landschaft mit viel unberührter Natur und das unweit von der Hauptstrasse entfernt. Kaum zu glauben, dass das lange, mächtige Tal hinauf zur Meije keinen Wanderweg aufweist, noch nicht einmal ein schmaler Steig. Nichts.

 

Schliesslich wendet sich der Wanderweg nach Süden, man traversiert imposante und steile Flanken, die zwischen Grün- und Grautönen wechseln. Ein gewisser Tiefblick mach sich breit, doch der Weg ist durchwegs gut angelegt und breit genug. Extrem schottrig-steile Flanken, durch die man da quert, beeindruckend.

 

Nachdem der Kessel ausgegangen ist, wendet sich der Wanderweg erneut Richtung Süden, Almgelände macht sich breit, flache Wiesen mit Kühen und mäandrierenden breiten Flussbetten. Wir erreichen alsbald die weitläufige Alpe, wo sich das Tal in zwei Täler spaltet. Massive Wände zur einen Seite, vergletscherte steile Berge zur anderen Seite. Ein Platz zum Verweilen und Sinnieren....

Hin- und Retour 11km Wegstrecke. Kostenloser Parkplatz beim Col du Lautaret.

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Adlerspitzli S-Grat

Das steinerne Wahrzeichen oberhalb der Stadt Schwyz, der Mythen. Seine formschöne Gestalt, besonders als Silhouette am Morgen, wenn die Westwand noch im Schatten liegt und der kleine Mythen mit dem Haggenspitz zusammen ein markantes Dreigestirn abliefern, zog mich vom ersten Anblick an magisch an. Viele Anstiege habe ich an diesem Berg schon bewältigt, eine Schule fürs Alpine.

 

Das Adlerspitzli liegt auf der Südwestseite des Mythen, als kleiner Trabant unterhalb des mächtigeren Geisstocks kaum auszumachen. Doch beim Anstieg hinauf auf die Holzegg von Mythenbad gibt das Adlerspitzli sich immer deutlicher zu erkennen. Der Zustieg zu seiner Schulter, wo der eigentliche Südgrat, die leichte Kletterei beginnt, gestaltet sich als das Hauptproblem. 

 

Der Führer beschreibt den Anstieg doch recht vage bis zum Gamswechsel, der relativ eben hinüber zur Schulter führen soll und prompt verkoffere ich mich auch und stehe in wilder Schrofenbotanik. Doch es duftet so fein, ich bin umzingelt von Kräutern, wie eine Geis auf der Suche nach den feinsten Kräutern durchpflüge ich das steile Schrofengelände. Immer wieder folge ich wohl Gamswechseln, sie bringen mich höher. Und als ich schon aufgeben wollte und es etwas niedriger versuchen wollte, da stosse ich auf diesen ominösen Gamswechsel, der mich tatsächlich zwischen all der Botanik recht komod in wenigen Minuten zum Einstieg bringt.

 

Der Südgrat schaut schön gestuft und wenig exponiert aus. Ein Leckerbissen in griffigem, festen Fels. Zunächst geht es durch einen glatten Riss in Körperbreite leicht links, dann in gestuftem Gelände wieder etwas rechts haltend hinüber. Nun bleibt es einem wohl selbst überlassen, wo man klettern möchte, je mehr man sich an den Grat hält, desto mehr ist Klettern angesagt, weiter links gibt es auch eine brüchige Rinne. Ich turne bei bester Gelegenheit hinüber auf den Grat zurück, eine Schlinge zeigt mir, dass ich nicht die Erste bin an dieser Stelle.

 

In schön griffigem und tatsächlich festem Blockgestein geht es eigentlich immer an der Gratkante entlang aufwärts. Immer wieder finden sich Haken und gebohrte Standplätze. Das ein oder andere Grasbüschel stört kaum. Nach oben hin wird der Grat immer schöner und interessantere Kletterstellen reihen sich aneinander. Schliesslich funkelt das Gipfelkreuz mir schon entgegen, nur noch wenige Meter und ich sitze gemütlich in der Sonne und blättere im Gipfelbuch. Das Adlerspitzli sieht doch immer mal wieder Besuch, manche vom Ruchband kommend, manche den schönen Südgrat nehmend.

 

Das Adlerspitzli ist ein friedlicher Platz, der zum Träumen einläd. Die Geisstockwand lässt sich von hier studieren und Richtung Westen bildet der Vierwaldstättersee einen Blickfang. In leichter Kletterei geht es hinab in eine Scharte, von wo auch nach Süden abgeseilt werden könnte (schrofiges Gelände). ich aber folge dem Ruchband, das anfangs teilweise mit dünnen, in die Jahre gekommenen Drahtseilen versichert ist. Die Trittspuren verlieren sich immer mal wieder, die Vegetation schlägt zurück. Doch im Endeffekt muss man sich immer knapp unterhalb der Wand entlang hanteln, bis man wieder ein Steiglein ausfindig macht. 

 

Fazit:

Der Südgrat des Adlerspitzlis ist eine schöne, anregende Kletterei, die Schwierigkeiten liegen im Auffinden des Zu- und Abstieges, was Trittsicherheit im Schrofengelände voraussetzt, Die Kletterei selbst ist gut in Trailrunningschuhen zu bewältigen, grosse Tritte und Griffe ermöglichen immer genügend Platz um sicheren Halt zu finden. Erstaunlich festes Gestein für diesen Schwierigkeitsgrad (3+).

Wer den Südgrat mit Seil sichert, der brauch lediglich ein paar Expressen mitnehmen und 1, 2 Schlingen. Es finden sich immer wieder Bohrhaken und Schlaghaken, sowie ausgerüstete Standplätze. Es lassen sich Köpfelschlingen legen zur zusätzlichen Absicherung.

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Herbstwandern

Langgezogene Schatten, Dunst über dem Talgrund, ein weiter klarer Blick und lieblich sanfte Farben. Das ist der Herbst. Dazu eine leichte warme Brise und Sonnenstrahlen, die die Haut und das Gemüt erwärmen. Raus aus dem tristen Grau der Städte, hinein in die farbenfrohe Pracht des Herbstes.


So gefunden hoch über Amden oder auch rund um die Ibergeregg zusammen mit meinem Paps.

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Patricia Schanne, MSc

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